Ein Home Energy Management System (HEMS) ist die Intelligenzschicht, die PV-Produktion, Batteriespeicher, Wärmepumpenbetrieb und Laden von Elektrofahrzeugen koordiniert, um den Eigenverbrauch zu maximieren und Netzkosten zu minimieren. In Deutschland macht die Kombination aus sinkenden Einspeisevergütungen (7,78 ct/kWh für Teileinspeisung ab Februar 2026), steigenden Netzstrompreisen (~30 ct/kWh) und dem Smart-Meter-Rollout ein HEMS für jede PV- und Wärmepumpeninstallation wirtschaftlich attraktiv. Für Installateure bedeutet HEMS ein Upsell-Potenzial von 1.500–4.000 € bei jedem integrierten Systemprojekt – und eine wiederkehrende Einnahmequelle durch Monitoring-Verträge.
Was ist ein HEMS und warum wird es 2026 zum Standard?
Ein Home Energy Management System ist ein kombiniertes Software- und Hardwaresystem, das sämtliche Energieflüsse in einem Gebäude überwacht und steuert. Es verbindet PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe, Wallbox und steuerbare Verbraucher zu einem intelligenten Gesamtsystem. Das HEMS entscheidet in Echtzeit, welcher Verbraucher wann mit welcher Energiequelle versorgt wird – und optimiert dabei kontinuierlich den Eigenverbrauch.
Die Kernfunktion besteht darin, PV-Überschüsse gezielt zu nutzen: Zunächst wird der Batteriespeicher geladen, dann wird die Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung oder Raumheizung aktiviert, und schließlich wird das Elektrofahrzeug geladen – in der jeweils wirtschaftlich sinnvollsten Reihenfolge.
Warum ist 2026 der entscheidende Wendepunkt? Die Einspeisevergütung liegt bei 7,78 ct/kWh, während der Netzstrombezug rund 30 ct/kWh kostet. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist damit viermal mehr wert als eine ins Netz eingespeiste. Ein HEMS ist das Werkzeug, das diesen Eigenverbrauch systematisch maximiert.
Was ein HEMS steuert
Ein modernes HEMS integriert und steuert alle relevanten Energiekomponenten im Gebäude:
- PV-Wechselrichter: Produktionsüberwachung in Echtzeit, Einspeisemanagement und Abregelungssteuerung bei Netzüberlastung
- Batteriespeicher: Lade- und Entladeoptimierung auf Basis von Preisprognosen, Wettervorhersagen und Eigenverbrauchszielen
- Wärmepumpe: Steuerung über die SG-Ready-Schnittstelle – Betrieb wird in PV-Überschussstunden verschoben
- Wallbox / EV-Lader: Intelligentes Laden auf Basis der aktuellen PV-Produktion und des Netztarifs
- Haushaltsgeräte: Steuerung von Waschmaschine, Geschirrspüler und anderen steuerbaren Verbrauchern über Smart Plugs zur Lastverschiebung
Durch die koordinierte Steuerung aller Komponenten entsteht ein System, das deutlich mehr leistet als die Summe seiner Teile.
Der wirtschaftliche Nutzen im Überblick
Die wirtschaftlichen Vorteile eines HEMS lassen sich klar quantifizieren:
- Ohne HEMS: Eigenverbrauchsquote 30–40 % – der Großteil des PV-Stroms wird zu 7,78 ct/kWh ins Netz eingespeist
- Mit HEMS + Speicher: Eigenverbrauchsquote 70–80 % – deutlich mehr PV-Strom wird selbst genutzt
- Mit HEMS + Speicher + Wärmepumpe: Eigenverbrauchsquote 80–90 % – maximale Nutzung der eigenen Erzeugung
- Jährliche Zusatzersparnis durch HEMS: 300–600 € pro Jahr gegenüber einem System ohne intelligente Steuerung
- Amortisationszeit des HEMS: 3–6 Jahre, abhängig von Systemgröße und Verbrauchsprofil
Für Ihre Kunden bedeutet das: Die Investition in ein HEMS rechnet sich in der Regel innerhalb der Garantielaufzeit der meisten Systemkomponenten.
SG Ready — Die Schnittstelle zur Wärmepumpe
SG Ready ist der deutsche Industriestandard für die intelligente Steuerung von Wärmepumpen. Das vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP) entwickelte Protokoll definiert vier Betriebsmodi, die über einfache Schaltkontakte oder digitale Signale übertragen werden. Nahezu alle in Deutschland verkauften Wärmepumpen unterstützen heute SG Ready – es ist die Grundvoraussetzung für eine HEMS-Integration.
Die vier SG-Ready-Betriebsmodi im Detail:
- Modus 1 – Gesperrt: Die Wärmepumpe darf nicht anlaufen (z. B. bei Netzüberlastung oder Niedertarif-Sperrzeit)
- Modus 2 – Normalbetrieb: Die Wärmepumpe läuft nach ihren eigenen Regelparametern
- Modus 3 – Empfohlen (PV-Überschuss): Das HEMS signalisiert günstigen Strom – die Wärmepumpe erhöht die Solltemperatur um 2–3 °C und speichert Wärme im Gebäude
- Modus 4 – Erzwungen (Maximum): Maximaler Betrieb, z. B. bei sehr hohem PV-Überschuss oder zur Vorbereitung auf eine Kälteperiode
Die praktische Funktionsweise: Sobald das HEMS einen PV-Überschuss erkennt, der die Batterieladung übersteigt, sendet es das Modus-3-Signal an die Wärmepumpe. Diese erhöht daraufhin die Vorlauftemperatur und nutzt die thermische Masse des Gebäudes als Wärmespeicher. Auf diese Weise wird kostenloser PV-Strom in gespeicherte Wärme umgewandelt.
Welche Wärmepumpen sind SG-Ready-kompatibel?
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Wärmepumpenmodelle und ihre HEMS-Kompatibilität:
Hersteller
Modell
SG Ready
HEMS-Integration
Vaillant
aroTHERM plus
Ja
sensoHOME / Drittanbieter
Daikin
Altherma 3
Ja
Daikin Online Controller / Drittanbieter
Bosch
Compress 7800i
Ja
HomeCom / Drittanbieter
Viessmann
Vitocal 250-A
Ja
ViCare / Drittanbieter
Wolf
BWL-1S
Ja
ISM7i / Drittanbieter
Alle genannten Modelle unterstützen SG Ready und können sowohl mit herstellereigenen als auch mit herstellerunabhängigen HEMS-Systemen integriert werden. Prüfen Sie bei der Planung stets die aktuelle Kompatibilitätsliste des jeweiligen HEMS-Anbieters.
Praktisches Beispiel: HEMS + Wärmepumpe
Betrachten wir ein konkretes Praxisbeispiel, das die wirtschaftlichen Vorteile der HEMS-Wärmepumpen-Integration verdeutlicht:
Systemkonfiguration:
- PV-Anlage: 10 kWp
- Batteriespeicher: 10 kWh
- Wärmepumpe: 8 kW Heizleistung
- Gebäude: 150 m² Wohnfläche, gut gedämmt
Ohne HEMS: Die Wärmepumpe läuft nach eigenem Zeitprogramm, häufig nachts oder in den frühen Morgenstunden, wenn kein PV-Strom verfügbar ist. Der Strombezug erfolgt zum Netztarif von 0,30 €/kWh. Bei einem jährlichen Wärmepumpenstromverbrauch von 3.000 kWh entstehen Kosten von 900 €/Jahr.
Mit HEMS: Das System verschiebt den Großteil des Wärmepumpenbetriebs in die PV-Überschussstunden. Der Eigenverbrauchsanteil am Wärmepumpenstrom steigt auf 60–70 %. Die effektiven Stromkosten für die Wärmepumpe sinken auf 0,09–0,12 €/kWh (Mischkalkulation).
Jährliche Ersparnis durch HEMS-Wärmepumpen-Integration: 400–700 €/Jahr – allein durch die intelligente Verschiebung des Wärmepumpenbetriebs in PV-Überschussstunden.
Die wichtigsten HEMS-Systeme 2026 im Vergleich
Der Markt für HEMS-Systeme hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Die folgende Übersicht zeigt die relevantesten Systeme für den deutschen Markt:
System
Hersteller
Kompatible Wechselrichter
Kompatible WP
Kompatible Wallbox
Preis (Hardware)
Monitoring-Gebühr
SMA Energy System Home
SMA
SMA
SG Ready
Mehrere
500–800 €
0 €/Jahr
Fronius Solar.web + Ohmpilot
Fronius
Fronius
SG Ready
Mehrere
400–700 €
0 €/Jahr
SolarEdge Home Hub
SolarEdge
SolarEdge
SG Ready
SolarEdge EV Charger
600–900 €
0 €/Jahr
Loxone
Loxone
Mehrere (via API)
SG Ready + direkt
Mehrere
1.500–3.000 €
0 €/Jahr
Solarwatt Manager
Solarwatt
Mehrere
SG Ready
Mehrere
800–1.200 €
0 €/Jahr
Sonnen Protect
Sonnen
Sonnen
SG Ready
Mehrere
Im Speicher enthalten
0 €/Jahr
Die Preisangaben beziehen sich auf die reine Hardware ohne Installation. Die Installationskosten variieren je nach Systemkomplexität und betragen typischerweise 500–1.500 € zusätzlich.
Herstellergebundene vs. herstellerunabhängige HEMS
Bei der Systemauswahl stehen Sie grundsätzlich vor der Entscheidung zwischen herstellergebundenen und herstellerunabhängigen HEMS-Lösungen:
Herstellergebundene Systeme (SMA, Fronius, SolarEdge, Sonnen):
- Einfachere Installation durch vorkonfigurierte Integration
- Tiefere Systemintegration mit besserer Datenkommunikation
- Geringerer Konfigurationsaufwand bei der Inbetriebnahme
- Nachteil: Bindet den Kunden langfristig an einen Hersteller
- Nachteil: Eingeschränkte Flexibilität bei Systemerweiterungen mit Fremdkomponenten
Herstellerunabhängige Systeme (Loxone, Solarwatt Manager):
- Maximale Flexibilität bei der Komponentenwahl
- Zukunftssicher bei Herstellerwechsel oder Systemerweiterungen
- Höherer Installations- und Konfigurationsaufwand
- Erfordert tieferes technisches Know-how beim Installateur
- Höhere Anfangsinvestition, aber langfristig flexibler
Empfehlung für die Praxis: Bei Standardprojekten mit einheitlicher Markenstrategie empfehlen wir herstellergebundene HEMS-Systeme – sie sind schneller installiert und bieten eine zuverlässige Integration. Bei komplexen Multi-Brand-Systemen oder wenn der Kunde langfristige Flexibilität wünscht, ist ein herstellerunabhängiges HEMS die bessere Wahl.
HEMS-Förderung 2026
Die Förderlandschaft für HEMS-Systeme ist 2026 attraktiver denn je. Als Installateur sollten Sie Ihre Kunden aktiv über die verfügbaren Fördermöglichkeiten informieren – das senkt die Hemmschwelle für die Investition erheblich.
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG):
Ein HEMS ist förderfähig im Rahmen der BEG, wenn es in Kombination mit einer Wärmepumpeninstallation eingebaut wird. Die BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) umfasst die intelligente Steuerungshardware als förderfähige Kosten des Wärmepumpenprojekts.
- BAFA-Förderung: Bis zu 35 % der förderfähigen Kosten für HEMS, wenn es als Teil eines BEG-EM-Wärmepumpenprojekts beantragt wird
- Förderfähige Kosten: Hardware, Installation und Inbetriebnahme des HEMS
- Antragstellung: Vor Beginn der Maßnahme über das BAFA-Portal
Länderprogramme:
Zusätzlich zur Bundesförderung bieten einige Bundesländer spezifische HEMS-Förderungen an:
- Bayern: Bayerisches Förderprogramm Energie (BayFEI) mit Zuschüssen für intelligente Energiemanagementsysteme
- NRW: Progres.NRW mit Förderung für Smart-Home-Energiemanagement in Kombination mit erneuerbaren Energien
KfW 270 – Erneuerbare Energien Standard:
Das HEMS kann als Teil der Gesamtanlage in die KfW-270-Finanzierung einbezogen werden. Dies ermöglicht eine zinsgünstige Finanzierung der gesamten Systemkosten inklusive HEMS.
Steuerbonus für HEMS
Neben den direkten Förderprogrammen gibt es einen weiteren steuerlichen Vorteil, den Sie Ihren Kunden kommunizieren sollten:
§ 35c EStG – Steuerermäßigung für energetische Sanierungsmaßnahmen:
- 20 % Steuerbonus auf die Kosten für energetische Maßnahmen, einschließlich HEMS
- Maximaler Steuerbonus: 200 €/Jahr (20 % × 1.000 € förderfähige Kosten)
- Verteilung über drei Jahre möglich
- Kombination mit BEG-Förderung für unterschiedliche Kostenbestandteile möglich
Der Steuerbonus nach § 35c EStG kann mit der BEG-Förderung kombiniert werden, sofern die Kosten nicht doppelt geltend gemacht werden. Empfehlen Sie Ihren Kunden, einen Steuerberater hinzuzuziehen, um die optimale Förderkombination zu ermitteln.
Installation und Inbetriebnahme: Was Installateure wissen müssen
Die erfolgreiche HEMS-Installation erfordert sorgfältige Planung und systematische Vorgehensweise. Die folgenden Abschnitte geben Ihnen einen praxisorientierten Leitfaden für Ihre Projekte.
Planungsschritte für HEMS-Projekte
Eine strukturierte Planung ist der Schlüssel zu einer reibungslosen HEMS-Installation. Gehen Sie dabei in folgenden Schritten vor:
- Bestandsaufnahme aller steuerbaren Verbraucher: Erfassen Sie alle vorhandenen und geplanten Komponenten – Wärmepumpe (Hersteller, Modell, SG-Ready-Version), Wallbox, Batteriespeicher, steuerbare Haushaltsgeräte. Prüfen Sie die Kommunikationsschnittstellen jeder Komponente.
- HEMS-Auswahl nach Kompatibilität: Wählen Sie das HEMS-System, das mit allen Komponenten kompatibel ist. Prüfen Sie die aktuelle Kompatibilitätsliste des Herstellers. Bei Mischsystemen verschiedener Marken ist ein herstellerunabhängiges HEMS oft die bessere Wahl.
- Kommunikationsinfrastruktur planen: Planen Sie die Netzwerkinfrastruktur sorgfältig. Für eine zuverlässige HEMS-Steuerung ist eine kabelgebundene LAN-Verbindung (Ethernet) für alle Hauptkomponenten dringend empfohlen. Planen Sie RS485-Leitungen für Modbus-Kommunikation und SG-Ready-Verdrahtung zur Wärmepumpe.
- Prioritätsregeln konfigurieren: Definieren Sie die Steuerungslogik: Batterieladung hat Vorrang, dann Wärmepumpe (SG Ready Modus 3), dann Wallbox. Legen Sie Mindestladereserven für den Batteriespeicher fest (typisch: 20 % für Notfallversorgung).
- Monitoring und Fernzugriff einrichten: Konfigurieren Sie das Monitoring-Portal und richten Sie Ihren eigenen Installateur-Zugang ein. Aktivieren Sie Leistungsalarme und Fehlerbenachrichtigungen per E-Mail oder App.
- Kundenschulung: Führen Sie eine strukturierte Einweisung durch. Zeigen Sie dem Kunden die App-Bedienung, das Dashboard und die manuelle Übersteuerung. Erklären Sie, was die Anzeigen bedeuten und wann er Sie kontaktieren sollte.
Häufige Installationsfehler
Aus der Praxis kennen wir die typischen Fehler, die bei HEMS-Installationen auftreten. Vermeiden Sie diese konsequent:
- Falsche SG-Ready-Verdrahtung: Der häufigste Fehler. Prüfen Sie im Wärmepumpen-Handbuch genau, ob der SG-Ready-Eingang als potenzialfreier Trockenkontakt oder als 230-V-Signal ausgeführt ist. Eine Verwechslung kann die Steuerplatine der Wärmepumpe beschädigen.
- Keine dedizierte LAN-Verbindung für das HEMS: WLAN ist für Steuerungsaufgaben unzuverlässig. Netzwerkausfälle oder Signalschwankungen können dazu führen, dass das HEMS die Wärmepumpe nicht mehr steuern kann. Verlegen Sie immer ein Ethernet-Kabel.
- Keine Mindestbatteriereserve konfiguriert: Wenn das HEMS die Batterie vollständig für die Wärmepumpe entlädt, steht dem Kunden abends kein Speicher mehr zur Verfügung. Konfigurieren Sie immer eine Mindestladereserve von 15–20 %.
- Kein Fernmonitoring eingerichtet: Ohne Fernzugriff können Sie Probleme nicht proaktiv erkennen und beheben. Richten Sie immer Ihren eigenen Installateur-Zugang ein – das spart Ihnen teure Vor-Ort-Einsätze.
HEMS als Geschäftsmodell für Installateure
HEMS ist nicht nur eine technische Ergänzung – es ist eine strategische Geschäftschance. Installateure, die HEMS systematisch in ihr Portfolio integrieren, erschließen sich neue Umsatzquellen und differenzieren sich vom Wettbewerb.
Upsell-Potenzial
Jedes PV- und Wärmepumpenprojekt ist eine HEMS-Opportunity. Die Zahlen sprechen für sich:
- Durchschnittlicher HEMS-Upsell: 1.500–3.000 € Hardware + 500–1.000 € Installation = 2.000–4.000 € Zusatzumsatz pro Projekt
- Konversionsrate bei professioneller Präsentation: 40–60 % der Kunden mit integrierten Systemen entscheiden sich für HEMS, wenn es als Teil des Gesamtkonzepts präsentiert wird
- Zusätzlicher Deckungsbeitrag: Bei einer Konversionsrate von 50 % und 20 Projekten pro Jahr bedeutet das 10 HEMS-Installationen × 3.000 € = 30.000 € Zusatzumsatz
Der Schlüssel liegt in der Präsentation: HEMS darf nicht als optionales Extra erscheinen, sondern muss als integraler Bestandteil des intelligenten Energiesystems positioniert werden.
Wiederkehrende Einnahmen durch Monitoring-Verträge
Neben dem einmaligen Upsell bietet HEMS eine besonders attraktive Möglichkeit für wiederkehrende Einnahmen:
- Jährlicher Monitoring-Vertrag: 150–300 € pro System und Jahr
- Leistungsumfang: Fernüberwachung der Systemperformance, automatische Leistungsalarme, jährliche Systemprüfung per Fernzugriff, priorisierter Support
- Skalierungseffekt: Mit 50 Systemen unter Monitoring erzielen Sie 7.500–15.000 € jährliche Wiederkehreinnahmen – ohne zusätzliche Akquisitionskosten
- Strategischer Vorteil: Monitoring-Verträge schaffen eine dauerhafte Kundenbeziehung und sind die beste Grundlage für Folgeaufträge (Erweiterungen, Austausch, Empfehlungen)
Empfehlen Sie Ihren Kunden den Monitoring-Vertrag aktiv – die meisten Kunden schätzen die Sicherheit, dass ihr System professionell überwacht wird.
Positionierung als Smart-Energy-Spezialist
Die HEMS-Kompetenz ist ein starkes Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb:
- Abgrenzung vom Wettbewerb: Während viele Installateure noch reine PV-Anlagen verkaufen, positionieren Sie sich als Anbieter intelligenter Energiesysteme – das ist ein klarer Mehrwert, den Kunden verstehen und schätzen
- Höhere Kundenzufriedenheit: Kunden mit HEMS sehen ihre Ersparnisse täglich in der App. Diese Transparenz führt zu deutlich höherer Zufriedenheit und mehr Weiterempfehlungen
- Höherer Customer Lifetime Value: HEMS-Kunden sind signifikant häufiger bereit, ihr System zu erweitern – Wallbox, zusätzlicher Speicher, weitere Optimierungen. Der durchschnittliche Umsatz pro HEMS-Kunde über 5 Jahre ist 2–3× höher als bei reinen PV-Kunden
- Referenzprojekte: Jede erfolgreiche HEMS-Installation ist ein Referenzprojekt, das Sie für die Akquise neuer Kunden nutzen können
Reonic: Integrierte Systeme mit HEMS planen und anbieten
Die Planung eines integrierten PV- und Wärmepumpen- und Speicher- und HEMS-Systems erfordert die Modellierung der Wechselwirkungen aller Komponenten. Genau das ist die Stärke von Reonic.
Mit Reonic können Sie als Installateur die Eigenverbrauchsquote mit und ohne HEMS modellieren und dem Kunden die zusätzliche jährliche Ersparnis durch die intelligente Steuerung transparent darstellen. Der Unterschied zwischen 35 % Eigenverbrauch ohne HEMS und 85 % mit HEMS + Speicher + Wärmepumpe wird im Angebot sofort sichtbar – in Euro und Cent.
Reonic erstellt Angebote, die das HEMS als integralen Bestandteil des vollständigen Energiesystems ausweisen – nicht als nachträgliches Add-on. Das Angebot zeigt dem Kunden:
- PV-Jahresproduktion und Eigenverbrauchsanteil mit HEMS
- Batterieersparnis durch optimiertes Lade- und Entlademanagement
- Wärmepumpenersparnis durch PV-Überschussnutzung
- Gesamtjahresersparnis des integrierten Systems
- Amortisationszeit für das Gesamtsystem inklusive HEMS
Die entscheidende Erkenntnis aus der Praxis: Kunden, die ein vollständiges integriertes Systemangebot – PV + Speicher + Wärmepumpe + HEMS – in einem professionellen Reonic-Dokument sehen, entscheiden sich signifikant häufiger für die Gesamtlösung. Die Visualisierung des wirtschaftlichen Gesamtnutzens ist der stärkste Verkaufsargument für das integrierte System.
Fazit: HEMS wird zum Standard in jedem integrierten Energiesystem
Die Zahlen sind eindeutig: Bei einer Einspeisevergütung von 7,78 ct/kWh und einem Netzstrombezugspreis von 30 ct/kWh ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde viermal mehr wert als eine ins Netz eingespeiste. Ein HEMS ist das Werkzeug, das diesen Eigenverbrauch systematisch maximiert – von 30–40 % ohne Steuerung auf 80–90 % mit HEMS, Speicher und Wärmepumpe.
Für Sie als Installateur bedeutet das: HEMS gehört in jedes integrierte Energiesystem-Angebot. Nicht als Option, sondern als Standard. Der Installateur, der HEMS konsequent in seine Systemangebote integriert, baut höhere Kundenzufriedenheit auf, generiert mehr Weiterempfehlungen und erschließt sich mit Monitoring-Verträgen eine wachsende Basis an wiederkehrenden Einnahmen.
Die Kombination aus technischer Kompetenz, professioneller Angebotspräsentation und systematischem Monitoring-Geschäft ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum im Markt für integrierte Energiesysteme.
Häufige Fragen zum HEMS
Brauche ich ein HEMS, wenn ich schon einen Batteriespeicher habe?
Ein Batteriespeicher ohne HEMS ist suboptimal. Der Speicher allein optimiert nur die Eigenverbrauchsquote des PV-Stroms, koordiniert aber nicht die Wärmepumpe, die Wallbox und andere steuerbare Verbraucher. Erst das HEMS orchestriert alle Komponenten gemeinsam und maximiert den Gesamtnutzen des Systems. Mit HEMS steigt die Eigenverbrauchsquote typischerweise um weitere 15–25 Prozentpunkte gegenüber einem System mit Speicher, aber ohne intelligente Steuerung.
Funktioniert HEMS ohne Internetverbindung?
Die grundlegenden Steuerungsfunktionen – SG-Ready-Steuerung der Wärmepumpe, Batterieoptimierung, lokale Laststeuerung – funktionieren auch ohne Internetverbindung, da sie lokal im HEMS-Controller ablaufen. Cloudbasierte Funktionen wie wetterbasierte Prognoseoptimierung, dynamische Stromtarifintegration und Fernmonitoring durch den Installateur erfordern jedoch eine stabile Internetverbindung. Für den vollen Funktionsumfang empfehlen wir daher immer eine zuverlässige Breitbandverbindung.
Kann ich ein HEMS nachrüsten?
Ja, eine Nachrüstung ist grundsätzlich möglich, wenn die vorhandenen Komponenten über kompatible Schnittstellen verfügen. Voraussetzungen sind: SG-Ready-Schnittstelle an der Wärmepumpe, Modbus- oder API-Zugang zum Wechselrichter und Batteriespeicher sowie eine geeignete Netzwerkinfrastruktur. Prüfen Sie vor der Nachrüstung die Kompatibilitätsliste des gewählten HEMS-Systems. Bei älteren Anlagen kann eine Nachrüstung mit zusätzlichem Aufwand verbunden sein.
Welches HEMS ist am einfachsten zu installieren?
Herstellergebundene Systeme sind für Einzelmarken-Installationen am einfachsten zu installieren. Das SMA Energy System Home ist für SMA-Wechselrichter vorkonfiguriert und erfordert minimalen Konfigurationsaufwand. Ebenso sind Fronius Solar.web mit Ohmpilot und SolarEdge Home Hub für ihre jeweiligen Wechselrichter optimiert. Wenn alle Hauptkomponenten vom gleichen Hersteller stammen, ist die Inbetriebnahme in der Regel innerhalb weniger Stunden abgeschlossen.
Ist HEMS förderfähig?
Ja, HEMS ist förderfähig – insbesondere als Teil eines BEG-EM-Wärmepumpenprojekts. Über das BAFA können bis zu 35 % der förderfähigen Kosten erstattet werden, wenn das HEMS in Kombination mit einer Wärmepumpe installiert wird. Zusätzlich ist der Steuerbonus nach § 35c EStG (20 % der Kosten, max. 200 €/Jahr) nutzbar. Prüfen Sie stets die aktuellen BAFA-Richtlinien, da sich Förderbedingungen ändern können, und stellen Sie den Förderantrag immer vor Beginn der Maßnahme.



