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Einspeisevergütung 2026: Neue EEG-Regeln, Vergütungssätze & lohnende Modelle für Installateure

Jana Khalil
am 06.01.26

Einspeisevergütung 2026 – Neue Regeln, reale Wirtschaftlichkeit & was sich für Installateure lohnt

Die Einspeisevergütung bleibt 2026 ein zentraler Faktor für die Rentabilität von Photovoltaikanlagen in Deutschland. Doch durch halbjährliche Degression, politische Reformpläne und neue technische Vorgaben ändern sich die Rahmenbedingungen deutlich. In diesem Beitrag erfahren Sie:

✔️ Wie hoch die Einspeisevergütung 2026 voraussichtlich ist
✔️ Ob sich Volleinspeisung oder Teil-/Eigenverbrauch mehr lohnt
✔️ Welche Auswirkungen neue EEG-Regeln und Technologien haben
✔️ Welche Geschäftsmodelle für Installateure attraktiv bleiben

Was bedeutet Einspeisevergütung überhaupt?

Die Einspeisevergütung ist ein gesetzlich garantierter Preis, den Anlagenbetreiber für jede Kilowattstunde (kWh) Solarstrom erhalten, die sie in das öffentliche Netz einspeisen. Sie wird für 20 Jahre ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme gezahlt und soll den Ausbau erneuerbarer Energien wirtschaftlich attraktiv machen.

Einspeisevergütung 2026 – die aktuellen Zahlen

Für Betreiber, die ihre PV-Anlage ab dem 1. Februar 2026 in Betrieb nehmen, gelten voraussichtlich folgende Vergütungssätze (20 Jahre Garantie):

AnlagenleistungTeileinspeisung (ct/kWh)Volleinspeisung (ct/kWh)
bis 10 kWpca. 7,78ca. 12,35
10–40 kWpca. 6,73ca. 10,35
40–100 kWpca. 5,50ca. 10,35

Diese Werte ergeben sich, wenn die Degression von 1 % je Halbjahr fortgeführt wird – wie es derzeit im EEG vorgesehen ist.

💡 Merke: Die Vergütung wird alle sechs Monate gesenkt, das heißt: Je später eine Anlage ans Netz geht, desto niedriger fällt die Vergütung aus.

Degression & Reformpläne – „Fixe Vergütung vor dem Aus“?

Die Bundesregierung plant Änderungen für 2026/2027, die die klassische fixe Einspeisevergütung für neue Anlagen weitgehend beenden könnten. Stattdessen soll u. a. die Marktprämie oder andere Marktmechanismen in den Fokus rücken.

👉 Für bestehende Anlagen gilt der Bestandsschutz: Schon genehmigte Vergütungssätze bleiben für die vollen 20 Jahre bestehen.
👉 Für neue Anlagen ab 2027 könnte es künftig kein klassisches EEG-FiT mehr geben – was die Wirtschaftlichkeitsrechnung verändert.

Eigenverbrauch vs. Volleinspeisung – was lohnt sich 2026?

Wichtig ist: Eigenverbrauch ist wirtschaftlich meist attraktiver als die reine Einspeisung.

➡️ Strompreis im Netz: ca. 30–35 ct/kWh
➡️ Einspeisevergütung 2026: ca. 5,5–12,35 ct/kWh

Jede kWh, die nicht verkauft, sondern selbst genutzt wird, ersetzt teure Netzenergie – und spart damit deutlich mehr als eine Einspeisevergütung bringt.

Kernpunkte:

  • Volleinspeisung lohnt sich vor allem bei Anlagen ohne Eigenverbrauch. Ideal für Gewerbedächer oder Großanlagen.
  • Teileinspeisung/Eigenverbrauch ist für Einfamilienhäuser oder Betriebe mit hohem Eigenverbrauch meist wirtschaftlicher.
  • Eigenverbrauch + Speicher kann die Ersparnis weiter maximieren – je höher die Autarkie, desto besser.

Wichtige EEG-Neuerungen 2026

🧠 1. Negative Börsenpreise

Anlagen, die ab 1. Januar 2026 neu in Betrieb gehen, erhalten bei negativen Strompreisen an der Börse keine EEG-Vergütung mehr. Das kann die Einnahmen insbesondere bei reiner Volleinspeisung drücken.

⚡ 2. Smart Meter & Leistungsbegrenzung

Ohne Smart Meter / Steuerung darf eine Anlage zeitweise nur max. 60 % ihrer Leistung einspeisen. Das kann die Einspeiseleistung reduzieren, wenn keine entsprechende Technik verbaut ist.

📊 Degression weiter alle sechs Monate

Die Vergütung wird weiterhin halbjährlich um ca. 1 % gesenkt, was neuen Anlagenbetreibern tendenziell geringere Sätze bringt.

Beispielrechnung: Wie sich Eigenverbrauch lohnt

Ein Haushalt installiert eine 7 kWp-Anlage:

PositionTeileinspeisungVolleinspeisung
Jahresertrag7.000 kWh7.000 kWh
Eigenverbrauch2.500 kWh0 kWh
Netzbezug reduziert2.500 kWh0
Einspeisung4.500 kWh7.000 kWh
Vergütungssatz7,78 ct12,35 ct

➡️ Eigenverbrauch spart Stromkosten, die weit über der Einspeisevergütung liegen.

Geschäftsmodelle für Installateure 2026+

Mit den Veränderungen in der Einspeisevergütung entstehen für Installateurbetriebe neue Chancen:

🛠️ 1. Komplettpakete mit Speicher

PV- Anlage + Batteriespeicher + Energiemanagement sind gefragt, um hohen Eigenverbrauch zu realisieren.

📈 2. Intelligente Energieoptimierung

Software- und Lastmanagement-Lösungen erhöhen den Mehrwert für Kunden.

🤝 3. Contracting & servicebasierte Konzepte

Statt Verkauf einmalig – Betreuung, Wartung, Performance-Contracts erzeugen wiederkehrende Einnahmen.

🌍 4. Energie-Gemeinschaften & Quartierslösungen

Gemeinsame Nutzung von Solarstrom mit Speicher und Lastverteilung eröffnet neue Erlösmodelle.

Fazit – lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?

➡️ JA, aber mit anderen Schwerpunkten:

  • Die klassische Einspeisevergütung wird geringer und kann perspektivisch zu einem Auslaufmodell werden.
  • Eigenverbrauch + Speicher bleibt der wirtschaftlich attraktivste Weg.
  • Installateure müssen sich stärker als Berater und Lösungsanbieter positionieren.

💡 Tipp: Beziehen Sie immer aktuelle EEG-Sätze ein, planen Sie Speicher ein und setzen Sie auf smarte Energiemanagement-Systeme.

Häufig gestellte Fragen

1. Wie lange gilt die Einspeisevergütung?
Sie gilt 20 Jahre ab Inbetriebnahme, unabhängig von späteren Reformen.

2. Wird die Einspeisevergütung 2027 komplett abgeschafft?
Eine Reform wird diskutiert, aber noch nicht endgültig beschlossen.

3. Lohnt sich ein Speicher immer?
Ja, wenn durch Eigenverbrauch hohe Stromkosten reduziert werden können.

4. Was bedeutet negative Börsenpreise?
Bei negativen Strompreisen entfällt die EEG-Vergütung für neue Anlagen in diesen Zeiträumen.

5. Wie wirkt sich Smart Meter-Pflicht aus?
Ohne Smart Meter fällt die mögliche Einspeiseleistung zeitweise geringer aus.

6. Was sollten Installateure heute priorisieren?
Komplettpakete, Speicherintegration, Energiemanagement sowie serviceorientierte Geschäftsmodelle.

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